GCJZ Dillenburg siteheader

Gesellschaft CJZ Dillenburg e.V.

Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Dillenburg e.V.
Zum Eichholz 12
35753 Greifenstein

Fon 02779 510904
Fax 03222 3764894

Homepage: www.gcjz-dillenburg.de
E-Mail gcjz-dillenburg@gmx.de

Bankverbindung:
IBAN: DE13516500450000071530 * BIC  HELADEF1DIL * Sparkasse Dillenburg
 

Antijudaismus, Antisemitismus und Antizionismus in der Bildenden Kunst - Wie wir mit problematischen Kunstwerken in Kirchen und Museen umgehen sollten

Vortrag mit Bildbeispielen von
Andreas Mertin (Hagen)

17. April 2023 NEU !!!

Ev. Gemeindehaus - 19:00 Uhr
Am Zwingel 3, Dillenburg


Nur selten kleben Etiketten wie „antisemitisch“, „antijudaistisch“ oder „antizionistisch“ direkt auf den Kunstwerken, denen wir in deutschen Museen und vor allem in Kirchen begegnen.

Aber woran könnten wir erkennen, dass es sich um problematische Kunstwerke handelt? Oft ist es ja nur ein Detail, eine Erinnerung, eine Anspielung, die den entsprechenden Kontext herstellt: die drastische Gegenüberstellung von Kirche und Synagoge, ein gelbes Kleidungsstück, die Herausstellung einer Figur als Jude, der visuelle Vergleich des Faschismus mit gegenwärtigen Verhältnissen in Israel.
Und dann wird es offensichtlich.

Seit der documenta fifteen in 2022 diskutieren wir über derartige Bilder, die gerade auch in Deutschland häufiger sind, als wir vermuten. Aber was bedeutet das für unseren Umgang mit diesen Bildern, vor welchen Herausforderungen stehen Museen und vor allem auch Kirchen, wenn sie solche Bilder bisher weitgehend unkommentiert präsentiert haben?

Andreas Mertin ist evang. Theologe, Kulturwissenschaftler und ein ausgewiesener Kenner (nicht nur) der christlichen Kunst; Herausgeber des Magazins für Theologie und Ästhetik (www.theomag.de). Während der documenta untersuchte er die dort ausgestellten antisemitischen Werke und zeigte im Detail, was an ihnen problematisch ist. Bei seinem Vortrag in Dillenburg soll es darum gehen, sich die Geschichte der visuellen Herabsetzung des Judentums vor Augen zu führen und zu überlegen, wie wir in Kirche und Kultur damit umgehen sollten.