Vortrag und Gespräch mit
Prof. Dr. Agnieszka Maluga (Koblenz)
25. Oktober 2026
WvO, Atrium - 18.00 Uhr
Jahnstr. 1, Dillenburg
Janusz Korczak (1878/79 - 1942), eigentlich Henryk Goldszmit, war ein polnischer Schriftsteller, Kinderarzt und bedeutender Pädagoge jüdischer Herkunft. Weltbekannt wurde er als Heimleiter des berühmten jüdischen Waisenhauses Dom Sierot in Warschau. 1942 begleitete er freiwillig die Kinder seines Waisenhauses bei der Deportation durch die deutschen Besatzer in das Vernichtungslager Treblinka, obwohl das auch für ihn selbst den Tod bedeutete. Seine pädagogischen Ansätze haben bis heute eine nachhaltige Wirkung entfaltet.
So können wir Korczak auch als einen der großen Denker und Humanisten des letzten Jahrhunderts bezeichnen. Sein ganzes Leben widmete er dem Kampf für die Rechte des Kindes und ein würdiges Leben für Menschen. Wir schauen uns das Leben und Wirken dieses außergewöhnlichen Mannes an, dessen Vermächtnis bis heute an Aktualität nichts verloren hat.
Prof. Dr. Agnieszka Maluga studierte nach ihrer Ausbildung zur staatlich anerkannten Erzieherin Soziale Arbeit an der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt. Ab 2012 absolvierte sie ein berufsbegleitendes Masterstudium der Erwachsenenbildung an der Evangelischen Hochschule Nürnberg. 2018 Promotion an der Universität Passau. In ihrer Dissertation befasste sie sich intensiv mit Kinderrechten und der Pädagogik Janusz Korczaks im Kontext von Sterben, Tod und Trauer. Seit 2022 Professur für das Lehrgebiet „Bildung, Erziehung, Betreuung und Prävention in der Kindheit“ an der Hochschule Koblenz. Schwerpunkte ihrer Forschungs- und Lehrtätigkeit sind u.a. die Themen Sterben, Tod und Trauer als Bildungsthemen, Philosophieren mit Kindern, Kinderrechte und die Pädagogik Janusz Korczaks.